Toccata und ATACCOT - Benefiz-Orgelkonzert in St. Stephan

Ein voller Erfolg mit begeistertem Publikum, das war das erste Benefiz-Orgel-Konzert in St. Stephan des SI-Clubs Mainz-Rosengarten.

 

Kompositionen von Johann Sebastian Bach und von Musikern, die sich in ihrem Werk auf das große Vorbild bezogen, standen im Mittelpunkt des ersten Benefizkonzertes von SI Mainz-Rosengarten an 10. August in der Kirche St. Stephan in Mainz. Gekommen waren rund 150 Besucherinnen und Besucher. Sie erlebten ein fulminantes Konzert mit Werken von Bach, Liszt, Reger, Lefébure-Wély und Enjott Schneider, die Kirchenmusikdirektor Michael Dorn, Stadt- und Dekanatskantor der Stadtkirche Bayreuth, intonierte.

Das Konzert entwickelte sich aus dem 18. Jahrhundert mit der Fantasie und Fuge g-Moll von Johann Sebastian Bach über eine Bearbeitung des Bach'schen Adagio aus der 4. Sonate von Violine und Cembalo für die Orgel durch Franz Liszt weiter hinein ins 19. Jahrhundert mit 'Präludium und Fuge über B-A-C-H'. Liszt hatte hierfür sein Grundmotiv aus dem Namen des Vorbildes entwickelt. Im zweiten Teil des Konzertes folgten nahtlos Bachs Toccata und Fuge in d-Moll und die retrograde Version 'ATACCOT' des zeitgenössischen Komponisten Enjott Schneider aufeinander - als symmetrisches Spiel von Bach-Vorlage und Bearbeitung des 1950 geborenen Schneider. Zurück ins 19. Jahrhundert ging es mit dem Scherzo d-Moll von Max Reger und zwei Werken von Louis James Alfred Lefébure-Wély. Sein 'Bolero de Concert' - ein nicht umsonst oft am Fastnachtssonntag gespieltes Stück - nähert die Orgel ein wenig dem Orchestrion an. Das Konzertpublikum entließ Dorn so fröhlich gestimmt mit einem abschließenden 'Marche in c' in den Sommerabend.

Vom Publikum wurde Michael Dorn am Ende mit langem Applaus belohnt. Den Abend dankte das Publikum ihm umso mehr, weil er recht kurzfristig - und noch dazu ehrenamtlich - für Peter Hummel eingesprungen war. Dieser konnte bedingt durch eine Verletzung zwar selbst nicht spielen, ließ es sich aber nicht nehmen, die jeweiligen Stücke für das Publikum einzuführen.

SI-Mainz-Rosengarten dankt der Pfarrei St. Stephan für die Gastfreundschaft und für die Möglichkeit, die erst 2012/2013 von Orgelbau-Klais für St. Stephan neu erbaute Orgel nutzen zu dürfen. Der Reinerlös des Konzertes kommt dem Haus für Frauen in sozialen Notlagen "Wendepunkt" in Mainz zugute, wie Dr. Cornelia Jaursch-Hancke, Präsidentin des SI-Clubs Mainz-Rosengarten, in ihrer Begrüßung erläuterte. Die Arbeit des "Wendepunkt", die der Club Mainz-Rosengarten seit seinem Bestehen regelmäßig unterstützt, stellten die neue Vorsitzende des Förderkreis "Wendepunkt" und die langjährige Leiterin des "Wendepunktes", Lena-Maria Dannenberg-Mletzko und Helga Oepen, nach der Konzertpause vor.

Alle Fotos: Annette Müller, Mainz




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